Chance oder Gefahr? Deutsche klein- und mittelständige Unternehmen im Reich der Mitte

+++ PRESSEMITTEILUNG +++

Groß war das Interesse an der Veranstaltung der einladenden Kooperationsunternehmen am 20.06.2013 in Stuttgart zum Thema Produktions-Joint-Venture in China.

Biberach, 17.07.2013 - Zweck der Veranstaltung war die Darstellung von ganzheitlichen Ansätzen für einen erfolgreichen Markteintritt in China. Schon bei der Anmeldung der Teilnehmer zeichnete sich ein Trend in Richtung Zulieferer ab, welche im Bereich der verarbeitenden Metallindustrie tätig sind. Diese verspüren bereits jetzt schon einen gewissen Druck, zukünftig auch dort zu produzieren, wo Ihre Kunden sind.  Dies sind hauptsächlich große Industrieunternehmen, welche schon vor Jahren den Absatzmarkt China für ihre Produkte erkannt haben und mittelfristig ihre Produktionsstätten dort errichten werden bzw. schon haben.

 Lutz Berners von Berners Consulting in Stuttgart ging bei seinen Ausführungen speziell auf die Problematik einer erfolgversprechenden Partnersuche für das Vorhaben ein und wies auf die doch gewöhnungsbedürftigen Verhandlungspraktiken im Reich der Mitte hin. Ebenso erläuterte Berners, dass vor allem in der Anfangsphase die Ausrichtung der Aktivitäten für eine langfristige Strategie unerlässlich ist.

Das vor allem eine ausgiebige Planung des Gründungsprozesses für den Erfolg eines Joint-Venture in China von langer Hand vorbereitet werden sollte, unterstrich Fabian Knopf von Dezan Shira & Associates, China, bei seinen Ausführungen. Die Installation von Kontrollmechanismen bei der Realisierung solcher Projekte sind ebenso für den Erfolg eines solchen Vorhabens von Vorteil. 

Gerade der Vortrag von Florian M. Scheytt, Freier Architekt und Inhaber des studiofms in Biberach, welcher schon sehr speziell auf die zu erwartenden Probleme beim Markteintritt aus planerischer Sicht einging, erregte im Kreis der zuliefernden Unternehmen, sowie auch bei Unternehmen, die an einer mittelfristigen Erschließung des chinesischen Marktes für ihre Produkte nicht vorbeikommen werden, reges Interesse. So wurde neben der Frage des richtigen Standorts auch die Betrachtung des Gebäudeauslegungsprozesses und dessen Verknüpfung mit dem Geschäftsmodell vertieft. Durch seine langjährige Tätigkeit in China konnte Scheytt Beispiele aufzeigen, wie schmal der Grat zwischen Chance und Gefahr beim Erwerb oder bei der Errichtung einer Produktionsstätte in China sein kann. "Im Bereich des Industriebaues herrschen in diesen Ländern andere Bauvorschriften als bei uns", wusste Florian M. Scheytt zu berichten. Er projektierte mehrere Jahre Industriebauten, speziell für die Ansiedlung mittelständischer Fertigungsunternehmen vor Ort und übernahm die internationale Projektsteuerung.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt haben die Teilnehmer die Notwendigkeit zur ganzheitlichen Betrachtung erkannt und waren sich darüber einig, dass solch ein Projekt, das in einem Land, dessen Gesetze, Kultur und Sprache man nicht kennt, immer ein unkalkulierbares Risiko beinhaltet. Nur mit einer professionellen und kompetenten Begleitung, welche bereits in Deutschland seinen Anfang nehmen muss, kann so ein Vorhaben gelingen.